SCHWÄRZENKAMM Klettersteig

Obergurgl / Tirol
oder zum Zirmwald Klettersteig
Gehzeiten
von Start bis Ziel Zeit HM Laenge Schwierigkeit Zeitaufwand KS pos Relevanz Klettersteig
Parkplatz Festkogel Seilbahn 1905 Davids Hütte 1996 0,00 90 0 Weg 0 118 1 Zirbenwald KS
Einstieg bei Davids Hütte 1900 TOP 2100 2,00 100 0 C (kurz D) 0 118 2 Zirbenwald KS
TOP | Abstieg Normalweg 2100 Parkplatz 1905 1,00 -200 0 einfach alpin 0 118 3 Zirbenwald KS
Ausrichtung: SÜDOST Tour gesamt 4,00 sehr sportlich 4 118 4 Zirbenwald KS
Anspruch
Sparte Balken
Erfahrung
Kondition
Kraft
Schwierigkeit
Skala
ANSPRUCH
  • Hochalpiner Klettersteig mit feiner Route. Kondition und Kraft sind bei der alpinen Kletterlänge gefordert;
  • Abwechslungsreich mit ausreichend leichteren Passagen zum Erholen und zwei Notabstiegen;
  • Für klettererfahrene Kinder geeignet, eine zusätzliche Sicherung ist angeraten;
  • Abstieg: alpin auf vorhandenen Hüttenzustiegen
  • Schwierigkeitsgrad:
    • C/D
      etwa 3 %, eine Schlüsselstelle bald nach dem Einstieg
    • C
      etwa 20 % ausgesetzte Kletterei
    • B
      etwa 75 % leichte Passagen und Gehgelände
ZUSTIEG
In Obergurgl von der Parkmöglichkeit bei der Festkogelbahn weiter zum Ortszentrum, an der Kirche vorbei und dann den gelben Schildern zum Obergurgler Klettersteig folgen. Der Weg führt über David’s Hütte. Von dort sind es zum Einstieg nur wenige Gehminuten.
Charakter
  • Dieser fantastische Klettersteig, der kühn durch die Wände und Verschneidungen auf den Schwärzenkamm führt, wird schnell zu einem Traumerlebnis und zum Favoriten bei den hochalpinen ‚Vie Ferrate‘.
  • Der Genuss muss erarbeitet werden. Der Zustieg zieht sich herrlich aber weit von Obergurgl über die Schönwieshütte bis zur Langtalereckhütte.
  • Die Kletterei hat es dann in sich! Der Blick in die langen Täler und auf die Gletscher ist für sich Atem raubend. Gneis und Glimmerschiefer leuchten in Rot, Grau und Grün. Und wenn sich am Ziel die ganze Weite der Riesen und Gletscher auftut, kommen das Weiss und Blau vom Ewigen Eis zum Reigen, der ein Fest für die Sinne wird.
  • Die Anlage ist modern gebaut und bestens abgesichert. Beschilderung und Markierungen sind ausgezeichnet. Zustieg wie Abstieg halten sich an den Weg Nummer 922 und lassen sich mit etwas alpiner Erfahrung leicht begehen.
ABSTIEG
Der Abstieg ist einfach und es gibt mehrere Varianten. Ich empfehle, gleich nach dem Ausstieg talauswärts dem anfangs versicherten Steig zu folgen.
BESONDERES
Steigen Sie bei unsicheren Wetterverhältnissen auf keinen Fall ein. Die Trasse wurde so in die Wände gelegt, dass Steinschlag durch die Routenführung für die Nachkommenden wo immer möglich vermieden wird. Trotzdem: Achten Sie auf Steinschlag und vermeiden Sie das Lostreten von Steinen.

STÜTZPUNKTE:
Langtalereckhütte 2450 m,
Hochwildehaus 2885 m derzeit geschlossen

Verleih von Klettersteigsets und E-Bikes bei Scheiber Sport in Obergurgl.

SCHWIERIGKEIT
Es sind ausreichend Tritthilfen vorhanden, aber auch im Fels finden sich gute Griffe und Tritte.
AUSRÜSTUNG
  • Klettergurt mit Klettersteigset
  • Kletterhelm
  • Klettersteig-Handschuhe
  • passendes Schuhwerk
  • Stöcke für den Abstieg
  • für Jugendliche oder Ungeübte zusätzliche Seilsicherung

Alpine Ausrüstung mit Vorsorge für Wetterumschwung (Kleidung, Handschuhe, Kopfbedeckung usw.), Kartenmaterial, Topo

Schwärzenkamm Zusatzinformation
Tour/Klettersteig/Hochwildehaus gesamt etwa 1250 HM und 9 Stunden. Beste Zeit in etwa von Mitte Juni bis September, je nach Wetter- und Schneeverhältnissen. Am Besten mit den Öffnungzeiten der Langtalereckhütte abstimmen.
HOCHWILDE ÜBERSCHREITUNG

Die Überschreitung der Hochwilde (Nordgipfel 3458 m/Südgipfel 3480 m) ist eine mehr als lohnende Tour und etwas Klettersteig gibt’s auch.

Der Aufstieg über den Gurgler Ferner ab dem Hochwilde Haus (2886 m) beginnt sanft. Ab dem Annajoch wird die Flanke steil. Am Übergang vom Schnee zum Fels beginnen die Versicherungen und bald steht man am Nordgipfel.

Auf der Verbindung zum Südgipfel sind einige ausgesetzte Kletterstellen frei zu überwinden. Teilweise sind Sicherungen vorhanden (die laufend ergänzt werden. Mittlerweile gut versichert – aber hochalpin! Die Bilder stammen noch aus 2013 ).

Der Blick in die Weite ist Atem raubend. Unzählige Gipfel in der ganzen Runde und unten breiten sich die Ferner und Täler aus. Der Abstieg Richtung Langtaler Joch ist gut markiert. Wieder  ist ausgsetzte, leichte Kletterei gefordert und einige Stellen sind mit Seilen abgesichert. Nach Überwindung der steilen Flanke und der Randspalte im Abstieg kommt es auf die Verhältnisse am Ferner an, welchen Weg über den Gletscher man wählen kann. Wir folgen den Spuren unterhalb der Hochwilde-Gipfel bis etwa unterhalb des Annajochs und steigen am westlichen Gletscherrand ab. Bei der Langtalereckhütte schliesst sich für uns die Runde.

Die Tour erfordert qualifizierte Erfahrung im hochalpinen Bereich, entsprechende Ausrüstung und Vorsorge. Am Besten vertrauen Sie sich einem Bergführer aus der Region an.

ORIENTIERUNG | ROUTENPLANER